Freitag, 25. Januar 2008

Shopping

Wieder mal ist eine ganze Woche wie im Flug vergangen. Wie ich sie verbracht habe? Hauptsaechlich im Billig-Klamottengeschaeft.

>Von den vielen Sonderspenden, die wir von Weihnachten her noch zu bearbeiten hatten, hab ich ja schon erzaehlt. Nun war es Zeit mit den Leuten einkaufen zu gehen. Das geschah mit einem Maximum von 24 Leuten am Tag, zuerst in einem Laden, in dem es kleine Herdplatten, Toepfe, Linoleumrollen aber auch Baumaterial gibt, dann im Kleidungsladen. Dort waren natuerlich vor allem Schulschuhe und -uniformen interessant, aber auch Rucksaecke und je nach verfuegbarer Summer andere Kleidung.

Am Ende war es gar nicht so einfach wie es hier klingt, denn wenn man einer Familie sagt, sie koennen fuer 500 Rand einkaufen , ist das in etwa so als wuerde man einem Hartz IV Empfaenger 500 Euro in die Hand druecken (die hiesigen Klamottenpreise einberechnet) - was soll man ploetzlich mit so viel Geld machen? Am Ende haben aber alle ziemlich vernuenftig eingekauft.

Natuerlich musste am Ende der Betrag auch stimmen. Deshalb musste, bevor es an die Kasse ging, bei jedem geprueft werden, ob das was sie gekauft haben auch mit der Hoehe der Sonderspende uebereinstimmt, was fast nie der Fall war. Dann hiess es entweder was da lassen oder die Leute nochmal losschicken, weil sie noch Geld offen hatten. Bei so vielen Leuten zur gleichen Zeit kann das schon mal zu Chaos fuehren...

Ein Kind hatte wirklich einen grossen Betrag. Fuer sie gab es Baumaterial fuer ein extra Zimmer neben ihrer huette, zwei Betten und Schulkleidung fuer sie und ihre Geschwister. Die Grossmutter hat fast geweint als wir ihr erzaehlt haben, was sie mit ihrem Geld alles machen kann.

Wenn die Einkauferei erledigt war, wurden allemann in den Bucky gepackt (bzw. so viele wie irgendwie reinpassten - Big Mamas vorne, kleinere Gestalten hinten auf die Ladeflaeche) und ab ging es in einen nahe gelegenen Park, wo von den Kindern und gekauften Sachen Fotos gemacht wurden. Die werden dann gemeinsam mit den Kassenzetteln und einem Brief an die Paten in Deutschland geschickt, damit sie sehen koennen, was hier mit ihrem Geld passiert ist. Das Fotografieren war meine Aufgabe. Aber es war nicht schwierig die Kinder zum Laecheln zu bringen. Ich musste nur auf Zulu "bitte sehr laecheln" sagen, schon haben sie sich gekringelt. Ob das wohl an meiner Aussprache liegt...?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi Katharina,
das klingt ja richtig, als seist Du mittendrin - das waar eine ziemlich verantwortungsvolle Aufgabe - mit solch einem großen Haufen Menschen einkaufen gehen ist kein Kinderspiel. Aber sicher konntest Du sehr viel dazu beitragen, dass alle was vernünftiges kaufen. Auf alle Fälle ist das ein pulsierendes Leben. Man kann sehen, wie die Kinder sich freuen und das ist ja ein großer Unterschied zu uns, die wir so viel geschenkt bekommen und uns nicht mehr so freuen können... Herzliche Gratulation an Ulf - wenn schon öffentlich darüber geschrieben wird, dann kann man ja auch öffentlich gratulieren. (Ich sehe ihn ja in Deutschland sowieso nicht...)
Ich wünsche Dir noch viele erfolgreiche Arbeiten und eine gute weitere Zeit.
Liebe Grüße aus dem nebligen, ewig trüben Sebnitz