Mittwoch, 16. Januar 2008

Mal wieder eine Nachricht

Sawubona ihr Lieben,

ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass der eine oder die andere schon ganz gespannt auf Neuigkeiten von mir wartet. Bitte entschuldigt, dass ich so lange wieder nichts von mir habe hören lassen - ngiaxolisa.

Bei mir ist inzwischen die Arbeit wieder losgegangen. Im Januar bin ich nicht bei PACSA, sondern bei dem Projekt, wo ich auch wohne. Da diese ganze Umzieherei und Jobwechselei bei den meisten zu ziemlicher Verwirrung zu fuehren scheint, hier eine kurze Einfuehrung in das Kinderprojekt (im Foto: Gogos - Omas und andere erwachsene Verwandte bei einer 'Elternversammlung'):

'Siyabonga - Helfende Hände für Afrika' ist ein deutsch-suedafrikanischer Verein, der ca. 300 Kinder in zwei Grundschulen in Imbali und Esigodini (das sind zwei Townships, die zu Pietermaritzburg gehoeren), unterstuetzt. Dafuer werden die Kinder an hauptsaechlich deutsche Paten vermittelt, die dann jeden Monat 35 Euro zahlen. Von diesem Geld werden die Schulgebuehren fuer das Kind bezahlt und die Familie kann einmal im Monat Lebensmittel einkaufen.

Weihnachten ist natuerlich Hochsaison, denn dann schicken viele Paten Pakete oder ueberweisen extra Geld. Dann muss mit den Kindern eingekauft werden und es muessen Briefe und Fotos an die Paten geschickt werden. Da viele der Kinder noch zu klein sind um selbst Briefe zu schreiben (und schon gar nicht auf englisch, denn ihre Muttersprache ist natuerlich Zulu), haben wir zwei Leute im Aussendienst (Thandi und Polo), die mit den Kindern reden und dann die Briefe entsprechend schreiben.

Momentan bin ich fast nur im Buero und helfe mit, die riesigen Stapel an Briefen und Paketen abzuarbeiten. Ich denke aber, dass wir naechste Woche dann wieder zu den Schulen fahren, denn dann sind auch die Ferien hier vorbei und es geht alles wieder richtig los.

Am Mittwoch hatte ich meine erste Stunde Zulu Unterricht. Da bei PACSA sehr viele Leute arbeiten, die nicht damit gross geworden sind (die aus einem anderen Teil von Suedafrika oder aus Europa kommen), gibt es seit diesem Jahr einma pro Woche Unterricht. Ich denke nicht dass ich in der kurzen Zeit noch fliessend Zulu lernen werde, aber es ist doch sehr nuetzlich zumindest ein paar Worte zu koennen. Von dem was ich bisher mitbekommen habe denke ich, dass isiZulu eine ziemlich komplizierte Sprache ist - aber sehr schoen!

Die Bilder, die hier immer so dazwischen erscheinen, stammen uebrigens aus der Tatham Art Gallery hier in Maritzburg.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Seit vergangenem Freitag bin ich mit einem offiziellen Diplom Ingenieur der Geodäsie verbandelt. Wer meinem Ulf gratulieren möchte - nur zu! (und Ulf, ich hoffe du bist mir nicht boese, dass ich diese Info hier veroeffentlicht habe...) Ich freue mich auf jeden Fall riesig darueber!

Sizobonana! (Wir sehen uns)

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