Mittwoch, 14. November 2007

Das wahre Leben

Heute ist ein trauriger Tag bei PACSA. Letzte Nacht ist Tony, einer unserer Kollegen gestorben. Er war HIV positiv und hatte Tuberkulose in der Leber.

Letzte Woche war er im Krankenhaus, aber da sie dort nichts für ihn tun konnten, haben sie ihn zum sterben nach Hause geschickt, um Platz für jemanden zu haben, für den noch Hoffnung besteht. Daniela, unsere Direktorin, hat ihn bei sich aufgenommen und zu ihrer Ärztin gebracht, damit er ordentlich versorgt wird. Aber es war zu spät.

Es ist schlimm, jemanden wie Tony zu verlieren, denn in seinem Dorf war er derjenige, der alle gedrängt hat sich testen zu lassen und ihren HIV Status zu kennen, damit sie rechtzeitig behandelt werden und noch möglichst viele Jahre leben können. Das wird jetzt wohl aufhören.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Hi Katharina,
hatte endlich auch mal die Muße, deinen blog zu lesen. Es ist wirklich sehr abenteuerlich was Du erlebst! Sehr gut, dass Du die Wirklichkeit in den Familien und Gemeinden siehst. Ich fand die Idee mit den Anpflanzungen ganz prima, aber wenn man dann liest, dass die Herren vom agriculture dingsbums garnicht zu den Versammlungen kommen, zu denen sie eingeladen wurden, braucht man sich nicht zu wundern... Wirst Du eigentlich die ganze Zeit in unbestimmten Abständen umziehen müssen? Und wie lange arbeitest Du bei PACSA? Du lernst sehr viele Leute kenne, das ist sicherlich total interessant aber auch anstrengend. Kannst Du noch deutsch denken?
In Deutschland hast Du nichts verpasst. Sicher wird Dir berichtet worden sein, dass es hier schon geschneit hat und mittlerweile wieder dicker Nebel über den sächsichen Felsen liegt.
Liebe Grüße,

Almut