Freitag war ich bei einem Braai (also zum Grillen) bei der indischen Familie, mit der ich schon einmal unterwegs war. Melissa, meine amerikanische Kollegin bei PACSA, geht Ende nächster Woche in die USA zurück und da sie einen Großteil der Zeit mit dieser Familie verbracht hat, war es eine Art Abschiedsessen. Da es den ganzen Abend genieselt hat, hat Minesh, der Herr im Hause Nunthoolall, draußen gegrillt, während wir drinnen mit den Kindern Monopoly gespielt haben. Es war alles natürlich wieder mal sehr lecker, ich habe herausgefunden, dass Cola durchaus als Marinade verwendbar ist und dass man Kartoffelsalat mit den Fingern essen kann.
Samstag war ich mit Walter und Liesbeth, einem älteren Ehepaar, wandern. Sie gehören zu einer Wandergruppe und sind immer mal unterwegs. Dabei habe ich auch endlich mal ein paar Tiere aus der Nähe gesehen: Eine Giraffe aus 20m Entfernung ist schon sehr beeindruckend! Aber ich mag auch die Tausendfüßler mit ihren roten Bäuchen sehr gerne und hab noch nie vorher einen 20cm langen und 2cm dicken Regenwurm gesehen. Natürlich hat es auf halber Strecke angefangen zu regnen und durch hohes Gras im Regen – das macht nasse Hosen. Wirklich.
Heute war dann Gottesdienst in Kenosis (dort, wo ich damals für die Hochzeit vergessen wurde). Hinterher sollte es für ein Schulprojekt bei dem ich dabei bin, ein vor-Ort Meeting geben, ganz in der Nähe von Kenosis. Kurz nachdem es eigentlich schon angefangen haben sollte, bekam ich einen Anruf, dass der Rest noch in Sobantu auf jemanden warten würde, dann aber bald käme. Da ich mich an die Zulu-Zeit inzwischen einigermaßen gewöhnt habe, rief ich erst eine Stunde später wieder an.
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