Nach langer Stille will ich mich heute mal wieder melden und euch ein paar Einblicke in meine Erlebnisse hier in Pietermaritzburg geben.
Vergangene Woche haben die Inder in der Stadt Diwali gefeiert. Soweit ich das mitbekommen habe, ist es das Fest der Lichter und so war denn auch jeden Abend Feuerwerk über der Stadt zu sehen und zu hören.

Samstag Abend gab es ein „Festival of Lights“, organisiert von Vodacom (ein Handyanbieter) und dem Golden Horse Casino hier in PMB. Da der Eintritt frei war, sind wir hingegangen. Eigentlich war es nicht viel anders als so eine Veranstaltung bei uns aussehen würde, nur gab es eben hauptsächlich Bollywood musik, neben Pommes konnte man auch Samosas kaufen und es gab eine Modenschau mit indischen Sachen, inclusive Sari und Turban. Bemerkenswert fand ich noch die Vodacom Maskottchen Mo und Moisha: Er sieht aus als hätte er Drogen genommen und einen kurzen Rock über den sich der Bauch wölbt - wirklich zum knuddeln... Dagegen ist der Kogel-Mogel nix! (Für alle die den Kogel-Mogel kennen...)

Als uns beim 15. rosa-goldenen Sari die Sache zu dämlich wurde, sind wir in den nächsten Pub gefahren und haben den Abend mit ein paar Bier ausklingen lassen. Ich glaube, bald hab ich alles Sorten durch
Nach einem Familiengottesdienst zum Abgewöhnen hatte ich Sonntag morgen die Gelegenheit, mich mit dem einzigen Schwarzen unter den „jungen Erwachsenen“ zu unterhalten. Er ist ein Student aus dem Kongo. Durch den Bürgerkrieg musste er fliehen und ist in Südafrika gelandet. Seine Eltern sind tot und von seinem Bruder hat er seit Jahren nichts gehört und weiß nicht, ob er noch am Leben ist. Später hat mir jemand erzählt, dass er wohl manchmal nicht mal was zu essen hat. Er ist angehender Ingenieur, spricht Französisch und Englisch fließend und ein bisschen Portugiesisch. Traurig darüber nachzudenken, was er für eine Karriere haben könnte.
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