
Freitag hab ich mir (wieder mal) frei genommen und bin mit einer Bekannten nach Hermannsburg gefahren. Klingt irgendwie deutsch? Stimmt. Hermannsburg liegt in Norddeutschland, ganz in der Nähe von Celle. Und von da kamen die deutschen Missionare nach Südafrika, die dann hier Orte wie Neu Hannover, Wartburg oder eben Hermannsburg gegründet haben. Und: Über siebenhundert Ecken sind sie ja auch dafür verantwortlich, dass ich jetzt hier bin. Ulf, du weißt also jetzt, wer Schuld ist.

In Hermannsburg gibt es eine deutsche Schule und das alte Missionshaus wurde zum Museum umgebaut. Schon seltsam, mitten in Südafrika plötzlich in einem deutschen Heimatmuseum zu stehen. Natürlich war zufällig auch grad eine deutsche Reisegruppe da. Kurzer Plausch mit Konrad und Annerose aus Pirna, dann ging’s zurück nach PMB.

Die Landschaft ist übrigens gar nicht soooo anders als bei uns. Nur wird statt Getreide, Mais und Raps Zuckerrohr angebaut und die Bewaldung besteht nicht aus gut geschützten Nationalparkbäumen sondern aus profanen Kiefern, die hier einfach um einiges schneller wachsen als z.B. im kalten Deutschland und daher eine ganz gute Einnahmequelle sind.


Samstag hab ich endlich mal den tollen Blick eingefangen, den man von Hayfields aus hat. Will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Bei der Gelegenheit hab ich mir auch mal wieder einen Sonnenbrand geholt...
Sonntag war dann Konfirmation. Leider hatte irgendjemand meinem Handy gesagt, auf Winterzeit umzustellen, wodurch der Tag etwas hektisch begann. Da Dorle’s Enkel einer der Konfirmanden war und die Feier in ihrem Haus stattfand, war natürlich einiges los und ich hab ihr ein bisschen geholfen (da sie an Krücken geht, ist sie immer froh, wenn jemand anderes das Tisch decken übernimmt). Und nachdem ich ja bei der Hochzeit vergessen wurde, war das endlich mal eine Gelegenheit, doch noch mein gutes Kleid anzuziehen...
1 Kommentar:
Hallo Katharina,
schön, dass ich jetzt endlich den Blog-Zettel wiedergefunden habe! Ganz, ganz viele Grüße! Schicke Berichte - und ich glaube es nicht, du hast in dem bissel mehr als einem Monat bestimmt schon mehr geschrieben, als ich in meinen 7 Monaten in Ecuador...
da freut sich die Heimat!
viele Grüße, die Julia
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